

Mit der inzwischen zehnten Ausgabe hat sich der TRANS4LOG Kongress als feste Plattform für den Austausch zwischen Industrie, Handel, Logistikdienstleistern, Technologieunternehmen und Wissenschaft etabliert. Unter dem diesjährigen Leitthema „LaaS – Logistics as a Service“ diskutierten Expertinnen und Experten am 25. Juni 2026 in Hannover darüber, wie datenbasierte Services, Künstliche Intelligenz und digitale Plattformen die Wertschöpfung in der Logistik nachhaltig verändern.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht die Frage, ob sich Logistik verändert, sondern wie Unternehmen diese Transformation erfolgreich gestalten können. Die Beiträge des Tages machten deutlich: Wettbewerbsfähigkeit entsteht künftig nicht allein durch effiziente Transporte oder moderne Lager, sondern durch intelligente, vernetzte und serviceorientierte Supply Chains.
Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Dr. Klaus Dohrmann, Vice President Global Head of Innovation & Trend Research bei DHL Customer Solutions & Innovation.
Unter dem Titel „Supply Chain Services as a Strategic Asset – Competitiveness in a Volatile World“ zeigte er auf, dass globale Lieferketten trotz geopolitischer Spannungen weiterhin eng miteinander vernetzt bleiben. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Unternehmen kontinuierlich: Lieferketten müssen widerstandsfähiger, flexibler und intelligenter werden.
Logistik entwickelt sich zunehmend von einer operativen Funktion zu einem strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Moderne Supply Chains schaffen nicht nur Effizienz und Kostenvorteile, sondern leisten einen entscheidenden Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit, Risikominimierung und Kundenzufriedenheit. Resilienz, Nachhaltigkeit und digitale Services werden damit zu zentralen Bausteinen erfolgreicher Unternehmensstrategien.
Im anschließenden Panel diskutierten Vertreter führender Industrieunternehmen über ihre Erwartungen an die Logistik der Zukunft: Dr. Frank Albers (KRONE), Malte Olde (HARRY-BROT), Sebastian Bleser (AUTODOC)
Dabei wurde deutlich, dass Unternehmen künftig deutlich stärker nach ganzheitlichen Lösungen suchen.
Nicht einzelne Transportleistungen entscheiden über die Auswahl eines Logistikpartners, sondern dessen Fähigkeit, Prozesse zu integrieren, Transparenz zu schaffen und gemeinsam Verantwortung für funktionierende Supply Chains zu übernehmen.
Die Praxisvorträge zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich Logistics as a Service bereits heute gelebt wird – und wie sehr intelligente Services zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.
Während 4flow den Fokus auf die durchgängige, datenbasierte Steuerung der Supply Chain legte, zeigte Forto, wie Künstliche Intelligenz Unternehmen dabei unterstützt, aus Transparenz konkrete Handlungsfähigkeit zu entwickeln. Quivo verdeutlichte, dass modernes Fulfillment weit über Lagerung und Versand hinausgeht und als skalierbarer Service Wachstum ermöglicht. COGLAS demonstrierte anhand konkreter Praxisbeispiele, wie digitale Lagersteuerung Prozesse effizienter, transparenter und leistungsfähiger macht.
Gemeinsam zeichneten die Vorträge ein klares Bild: Die Zukunft der Logistik liegt in intelligent vernetzten Systemen, datenbasierten Entscheidungen und kundenorientierten Services, die Unternehmen mehr Agilität, Effizienz und Resilienz ermöglichen.
Ein besonderes Merkmal des TRANS4LOG Kongresses sind die Wissens-PickUps und die begleitende Fachausstellung. In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmenden innovative Lösungen direkt an den Ständen erleben und mit den Expertinnen und Experten über konkrete Anwendungsfälle diskutieren.
Von KI und Robotik über Warehouse Management und Supply-Chain-Optimierung bis hin zu digitalen Plattformen. – der direkte Austausch mit Unternehmen wie BusinessCode, Cellgo, Clover Optimization, COGLAS, Conlio Technologies, flexlog, Graphmasters, Jokati, Logiline, Moovick, PostPlus, Seven Senders, SimPlan und SLS Works lieferte wertvolle Impulse für die eigene Unternehmenspraxis.
Den Abschluss bildete der Real Talk, bei dem May-Britt Schrader (dls | digital logistics services), Kai Oligschläger (Kuehne+Nagel) und Stefan Schröder (LNC LogisticNetwork Consultants) gemeinsam mit dem Publikum aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Branche diskutierten.
Im Mittelpunkt standen Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel sowie die Zukunft des Logistikstandorts Deutschland. Der offene Austausch unterstrich einmal mehr den Anspruch des TRANS4LOG Kongresses, aktuelle Herausforderungen nicht nur zu präsentieren, sondern gemeinsam mit der Branche zu diskutieren.
Unser herzlicher Dank gilt allen Speakerinnen und Speakern, Panelgästen, Ausstellenden, Partnern sowie den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die den 10. TRANS4LOG Kongress mit ihrem Fachwissen, ihren Ideen und ihrem Engagement zu einer erfolgreichen Jubiläumsveranstaltung gemacht haben.
Auch nach dem Jubiläum bleibt das Ziel unverändert: den Wandel der Logistik gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie aktiv zu gestalten und neue Impulse für die Praxis zu setzen.
Wir freuen uns darauf, den Dialog über die Zukunft der Logistik auch in den kommenden Jahren gemeinsam fortzusetzen.
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